May 15, 2021
Mieten als Arbeitsloser

Warum ist es für Arbeitslose schwerer eine Wohnung zu mieten?

Sie möchten umziehen, gehen aber derzeit keiner Beschäftigung nach? Dieser Fall ist in Deutschland leider oftmals ein k.o.-Kriterium bei der Wohnungssuche. Denn insbesondere Immobilienagenturen und Makler sortieren Arbeitslose rigoros aus. Wer kein geregeltes Einkommen nachweisen kann wird so häufig gar nicht erst zu Besichtigungsterminen eingeladen. Und dies gilt besonders für städtische Ballungsräume wie Hamburg, München, Köln oder Frankfurt, wo Wohnungen nicht nur teuer, sondern oftmals auch rar sind.

Dennoch werden Sie bei der Wohnungssuche von der zuständigen Agentur für Arbeit unterstützt. Hier helfen besonders der Wohnberechtigungsschein, sowie die geregelte Kostenübernahme von Miete und teils sogar Umzug durch das Amt. Gerade im Rahmen von Arbeitslosengeld II übernimmt das Amt so beispielsweise Miets- und Heizungskosten. So kann der Vermieter von Anfang an sicher sein, regelmäßig Mietzahlungen zu erhalten, auch wenn der Mieter derzeit keinen Job hat.

Trotz der angebotenen Unterstützung durch die Agentur für Arbeit lohnt es sich als Arbeitsloser auf Wohnungssuche eher private Ausschreibungen und Zeitungsannoncen anzusehen. Während sich häufig gerade auf Anzeigen in der Zeitung weniger Interessen melden, haben Sie die Gelegenheit sich durchzusetzen. In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit sich persönlich beim Vermieter vorzustellen und unter Umständen auch ohne festen Arbeitsplatz zu punkten. Erklären Sie Ihre Situation und zeigen Sie, dass Sie bemüht sind möglichst schnell den Weg zurück ins Berufsleben zu finden.

Und lassen Sie sich nicht durch das erste „Nein“ abschrecken. Auch wenn es grundsätzlich etwas schwerer ist als Arbeitsloser eine Wohnung zu finden, heißt das noch lange nicht, dass es unmöglich ist. Mit etwas Recherche und Übung bei der Selbstvorstellung werden Sie bald Ihr gewünschtes Ziel erreichen.