November 27, 2020
Antrag Arbeitslosengeld

Kann man einen Antrag auf Arbeitslosengeld zurückziehen? Wie funktioniert das?

Selbstverständlich können Sie jederzeit Ihren Antrag auf Arbeitslosengeld zurückziehen. Hat sich beispielsweise Ihre finanzielle Situation geändert oder Sie haben einen neuen Job gefunden und sind dementsprechend nicht mehr auf finanzielle Leistungen angewiesen, können Sie dies der zuständigen Agentur für Arbeit einfach mitteilen.

Ob schriftlich, per Telefon oder über eine Veränderungsmittteilung, die Sie sich einfach im Internet auf der Seite der Agentur für Arbeit herunterladen können, informieren Sie die Agentur für Arbeit unter Angabe Ihrer Antragsnummer möglichst zeitnah. Dabei können Sie beruhigt sein, dass ein zurückgezogener Antrag keinerlei rechtliche Folgen mit sich bringt.

Aber auch andere Informationen sollten Sie der zuständigen Agentur für Arbeit rechtzeitig mitteilen. Hierzu zählen beispielsweise eine veränderte Bankverbindung, ein beginnender Nebenjob, Umzug, Urlaub, Hochzeit, Studien- und Ausbildungsstart oder eine veränderte Einkommenssituation. Auch hierfür können Sie das bereits oben genannte Formular nutzen.

Der Grund für die Anfrage dieser Informationen ist schlichtweg, dass sich Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld ebenso wie die Höhe der Leistungen gegebenenfalls verändert. Wer rechtzeitig über solche Veränderungen informiert kann Rückzahlungen entgegenwirken und von eventuellen Leistungssteigerungen profitieren.

In puncto Datenschutz kann die Agentur für Arbeit angegebene Informationen eines Antragstellers bis zu 10 Jahre lang aufbewahren. Dann werden alle Informationen automatisch gelöscht. Unterdessen können Ihre Daten allerdings lediglich an Krankenkassen und Rentenversicherungsträger, nicht aber an andere Stellen weitergegeben werden. Zu jeder Zeit haben Sie dabei das Recht sich darüber zu informieren welche persönlichen Daten von der Agentur für Arbeit gespeichert wurden.