April 15, 2021

Pfandkredite für Arbeitslose

Wenn kurzfristige finanzielle Engpässe überbrückt werden müssen, dann ist der Pfandkredit für viele Arbeitslose eine annehmbare Option.

Wie funktioniert der Pfandkredit?

Beim Pfandkredit wird ein Gegenstand hinterlegt. Für den Wert dieses Gegenstands erhält der Pfandkredit-Nehmer seinen Wert als Darlehen. Stehen die Chancen schlecht, einen regulären Kredit zu erhalten, beispielsweise wegen Arbeitslosigkeit, dann ist der Pfandkredit eine Möglichkeit, um schnell an Bargeld zu kommen.

Als Wertgegenstand können zum Beispiel Schmuck, Antiquitäten oder elektronische Geräte hinterlegt werden. Dieser wird im Pfandleihhaus hinterlegt. Je wertvoller das Pfand ist, desto höher fällt auch die Gesamtsumme des Kredites aus.

Welche Vorteile bietet mir der Pfandkredit?

Die Richtlinien für Pfandleihhäuser werden durch den Gesetzgeber festgelegt. Hierzu gibt es eine Pfandleihverordnung. Durch die gesetzliche Regelung stellt die Pfandleihe damit eine sichere Möglichkeit dar, um kurzfristig und auch in schwierigen Situationen einen Kredit aufzunehmen. Die finanziellen Mittel stehen im Anschluss sofort zur Verfügung.

Dabei ist der Prozess sehr einfach, denn es muss weder ein Einkommensnachweis erbracht werden, noch ist eine Schufa-Auskunft nötig. Deshalb ist der Pfandkredit auch für Selbstständige oder Arbeitslose geeignet. Der Wert des hinterlegten Gegenstands wird von einem Gutachter bestimmt, sodass sichergestellt ist, dass alles mit rechten Dingen zugeht.

Gleichzeitig ist der Pfandgegenstand über die Dauer der Pfandleihe hinweg versichert. So besteht auch dann die notwendige Sicherheit, wenn sich das Pfand außerhalb der eigenen Reichweite im Pfandleihhaus befindet.

Welche Nachteile hat der Pfandkredit?

Werden höhere Kreditsummen benötigt, ist der Pfandkredit meistens ungeeignet. Gleichzeitig bringt er einige Nachteile gegenüber einem regulären Kredit mit sich. So beträgt die Kreditsumme maximal die Summe, die das Pfand wert ist. Meist fällt der Kreditbetrag allerdings deutlich niedriger aus.

Gleichzeitig muss mit einem schnellen Wertverlust gerechnet werden. Das ist besonders bei technischen Geräten der Fall, weshalb diese nicht von jedem Pfandhaus akzeptiert werden. Werden sie allerdings angenommen, dann erfolgt die Beleihung in aller Regel mit niedrigen Summen.

Dauert es gleich mehrere Monate, bis der geliehene Betrag zurückgezahlt werden kann, dann kann die Summe der Zinsen und Gebühren rasch steigen und somit einen hohen Betrag darstellen, der zusätzlich zu der Kreditsumme getilgt werden muss.

Welche Besonderheiten gibt es zu beachten?

Der Pfandleiher darf neben den Zinsen außerdem die Kosten des Geschäftsbetriebs in den zurück zu zahlenden Betrag mit einfließen lassen. Außerdem dürfen die notwendigen Kosten zur Verwertung auf den Kreditnehmer umgewälzt werden. Durch zusätzliche Versicherungen ist es durchaus möglich, dass zusätzlich zu der Kreditsumme rund 40 Prozent weitere Kosten entstehen.

Deshalb macht eine Pfandleihe meist dann Sinn, wenn es sich um einen kurzen Zeitraum handelt. Beispielsweise zur Überbrückung finanzieller Engpässe oder dann, wenn ein anderes Darlehen schnellstmöglich zurückgezahlt werden muss. Verbraucher, die über eine schlechte Bonität oder einen negativen Schufa-Eintrag verfügen, können ebenfalls vom Pfandkredit profitieren – jedoch immer nur kurzfristig.

Wie hoch sind die Zinsen, mit denen gerechnet werden muss?

Die Zinsen dürfen maximal 1 Prozent des Betrages pro Monat betragen. Das ist gesetzlich festgelegt, darf also nicht überschritten werden. Bei einem Pfandkredit von 1.000 Euro auf einen Gegenstand wären das 10 Euro Zinsen pro Monat. Wie hoch die Kreditsumme ist, hängt von dem Gegenstand ab, der als Pfand hinterlegt wird.

Wie erhalte ich mein Pfand zurück?

Mit der Übergabe des Kredites erhält der Kreditnehmer einen Pfandschein. Mit Rückzahlung des Kreditbetrags und Vorlage des Pfandscheins erhält der Verbraucher sein Pfand zurück. Zusätzlich zu dazu können einmalige Gebühren durch das Pfandhaus erhoben werden.

Was sollte bei der Auswahl des Pfandhauses beachtet werdend?

Bei der Annahme eines Pfandkredits handelt es sich um einen Vertrag zwischen zwei Parteien. Wie bei jedem Vertrag gilt es auch hier, die Bedingungen im Vorfeld zu prüfen. So kann das bestmögliche Angebot zu den günstigsten Zinsen und Gebühren gefunden werden. Gleichzeitig gerät der Kreditnehmer so nicht noch tiefer in die Kostenfalle.

Deshalb ist es außerdem sinnvoll, die unterschiedlichen Pfandhäuser und Anbieter zu vergleichen. Denn während die Zinsen staatlich geregelt sind, können die Gebühren, die durch das Pfandhaus erhoben werden, variieren. Besonders gut lassen sich die unterschiedlichen Anbieter online vergleichen, da dazu nicht unterschiedliche Stellen angelaufen werden müssen und die Übersicht auf dem Bildschirm deutlich einfacher nachzuvollziehen ist.

Welche Anbieter in Deutschland sind besonders empfehlenswert?

Die Exchange AG gilt als Testsieger mit 25 Erfahrung. Mit 20 Filialen innerhalb Deutschlands ist sie das führende Unternehmen, das hochwertige Uhren sowie Gold- oder Brillantschmuck beleiht.

Das Leihhaus Max Walther gibt es seit 52 Jahren und ist bekannt für seine kompetente Beratung und marktgerechte Beleihung. Während es auf die Beleihung von Schmuck, Diamanten und Uhren spezialisiert ist, nimmt es auch viele andere Gegenstände an.

Das Leihhaus Goebel sitzt in Berlin und zählt zu den Besten von Berlin. Dabei werden hier unterschiedliche Gegenstände beliehen, die über einen gewissen kommerziellen Wert verfügen. Auch technische Geräte werden im Leihhaus Goebel beliehen.