September 28, 2021
Bewerbungsfoto

Bewerbungsfotos

Steht erst einmal die Bewerbung, zahlt sich ein gewisser Feinschliff oftmals aus. Hierzu gehört nicht nur eine gut durchdachte Struktur, eine perfekte Grammatik oder Texte ohne Rechtschreibfehler. Auch das Bewerbungsfotos ist in vielen Fällen entscheidend, wenn es darum geht, ob eine Bewerbung sprichwörtlich unter den Tisch fällt oder begeistert. Und auch wenn ein Bewerbungsfoto mangelnde Qualifikationen nicht aufwiegt, kann ein gutes Foto einem Personalverantwortlichen einen ersten Anhalt bieten, ob ein Bewerber in ein bestehendes Team oder Unternehmen passt. Wie Sie also mit dem richtigen Bewerbungsfoto Pluspunkte bei Ihrer Bewerbung sammeln, zeigen wir Ihnen hier. 

Während seit Einführung des Antidiskriminierungsgesetzes (AGG) zahlreiche Unternehmen gänzlich auf Bewerbungsfotos verzichten, gehört ein Foto in den meisten Fällen immer noch zu einer vollständigen Bewerbung dazu. Dabei stellt das Bewerbungsfoto eine wunderbare Möglichkeit dar, den Charakter Ihrer Bewerbung visuell zu unterstreichen und zu zeigen, dass Sie der passende Kandidat für eine zu besetzende Stelle sind. 

Bewerben Sie sich beispielsweise in einer Bank, bei einer Versicherung oder einem anderen Unternehmen einer konservativen Branche, sollten Sie bei Ihrem Bewerbungsfoto um einen extrem individuellen Look, sichtbare Tattoos oder Piercings verzichten. Gleiches gilt im umgekehrten Fall. Bewerben Sie sich also um eine Stelle in einer kreativen Branche dürfen Sie für das Bewerbungsfoto ruhig auf Anzug und Kostüm verzichten. Grundsätzlich gilt jedoch, dass Sie sich auf Ihrem Bewerbungsfoto authentisch zeigen sollten. Versuchen Sie nicht etwas darzustellen, was Sie nicht sind. Spätestens beim Bewerbungsgespräch würde dies auffallen.

Unabhängig von Branche und Stellung sollten Sie auf Ihrem Bewerbungsfoto möglichst sympathisch wirken. Studien haben gezeigt, dass ein Lächeln auf einem Bewerbungsfoto bei gleichwertigen Qualifikationen wesentlich häufiger zu einer Anstellung führt, als eine Bewerbung mit einem ernsteren Foto. 

Um mit dem Bewerbungsfoto eine Punktlandung zu schaffen, sollten Sie derweil folgende Tipps berücksichtigen: Machen Sie ein professionelles Foto im Halbprofil, sodass Sie theoretisch Blickkontakt zum Betrachter haben. Während sich vor allen Dingen helle, neutrale Hintergründe für das Bewerbungsfoto anbieten, dürfen Sie hier ruhig auch mit den jeweiligen Farben einer Firma spielen. Das bedeutet, dass Sie bereits mit dem Foto auf der Bewerbung einen Bezug zu einem möglichen Arbeitgeber herstellen können. 

Achten Sie darauf, dass Ihre Kleidung zu Branche und Unternehmen passt, sauber und ordentlich aussieht. Weiter sollten Sie auch auf das Standardformat von 6×4 cm oder 9×6 cm für Bewerbungsbilder achten. Verzichten Sie bitte darauf Ihr Bewerbungsfoto mit einer Heftklammer oder ähnlichem an der Bewerbung zu befestigen. Stattdessen können Sie Ihr Foto sauber einkleben oder direkt oberhalb der ersten Seite Ihres Lebenslaufs einscannen. Dies macht einen professionellen Eindruck und wirkt nicht improvisiert. 

Wichtig ist hierbei: das Foto sollte so platziert werden, dass Sie in den Lebenslauf hineinsehen. Blicken Sie auf Ihrem Bewerbungsfoto also beispielsweise nach rechts, gehört das Foto auf die linke Seite der Bewerbung. Scannen Sie Ihr Bild nicht ein, sondern kleben Sie es auf, sollten Sie nicht vergessen auf der Rückseite Ihren Namen zu notieren. So können Sie sicher sein, dass Ihr Bild auch dann nicht verloren geht, falls sich der Kleber lösen sollte. 

Wer einen guten Eindruck hinterlassen möchte, sollte bei seiner Bewerbung in jedem Fall Urlaubsbilder oder Fotos in schlechter Qualität vermeiden. Auch Ganzkörperaufnahmen, ein ungepflegten Aussehen oder ein unfreundlicher Blick werden Ihnen kaum helfen, sich beim Bewerbungsprozess durchzusetzen. 

Neben diesen grundlegenden Tipps haben Sie bei der Wahl zwischen Farb- oder Schwarzweiß-Fotos Raum für Individualität. Derweil es hier keine Daumenregel gibt, können Sie selbst entscheiden, was Ihnen besser gefällt. Dennoch sollten Sie sich bewusst machen, dass unterschiedlich farbige Bilder auch unterschiedlich wirken. So gelten monochrome Fotos häufig als eleganter, farbige Bewerbungsfotos jedoch als natürlicher. Sollten Sie sich für ein Bewerbungsfoto in Farbe entscheiden, führt kein Weg darum herum auf passende Kleidung zu achten, die idealerweise zur Branche passt. 

Auch das Nutzen von Schmuck, Make-up oder Frisuren folgt aktuell keiner festen Regel. Aber dennoch gilt auch hier, weniger ist häufig mehr. Übertreiben Sie es nicht, sondern nutzen Sie Details lediglich um einen positiven Gesamteindruck zu unterstreichen. 

Zusammenfassend bedeutet dies, dass das perfekte Bewerbungsfoto keiner Einheitsregel folgt. Stattdessen sollten Sie immer individuell darauf achten, dass Ihr Foto zum angestrebten Job, Unternehmen und zur Branche passt.